Der historische Keller dient als eine der Kommunalen Galerien in Spandau.

 

Anthropogene Landschaften

Petra Spielhagen
Anja Teske

Fotografie
18.9.2020 – 20.12.2020

Beide Künstlerinnen untersuchen die Wirklichkeit europäischer Landschaften mit der Kamera. Dabei geht es den Künstlerinnen um mehr als nur eine dokumentarische Bestandsaufnahme, vielmehr stellen sie kritische Fragen zum schleichenden Wandel von Natur- zu Kulturlandschaften und somit zu unserem Verhältnis zur Natur.

Petra Spielhagens Fotoserien beschäftigen sich mit der zu Arbeits- und Nutzraum umgeformten Natur. Ihre zumeist nächtlichen Fotografien entstanden z. B. in Westland, dem größten Gewächshausgebiet Europas oder bei der nächtlichen Maisernte. Die in der Dunkelheit stark ausgeleuchtete Landschaft verstärkt den Eindruck des unnatürlichen Eingriffs in die Natur.

Anja Teske untersucht in ihren Fotoserien “Neighbour’s garden” und “Limitations” minimale, private Landschaften in den Gärten verschiedener europäischer Nachbarn. Die auf den ersten Blick abstrakt wirkenden Ausschnitte von Rasenstücken oder Einfriedungen verweisen auf fragile Zustände von landestypisch domestizierter Natur, nicht ohne auch auf das Verschwinden von Landschaft hinzuweisen.

Kuratiert von Gabriele Büchner

www.emop-berlin.eu

Mit freundlicher Unterstützung des bezirklichen Förderfonds der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Abb.: Petra Spielhagen: aus den Serien orange_glowing (2015) und Land (Landkreis Borken) (2013) © Petra Spielhagen
Abb.: Anja Teske: aus den Serien Neighbour’s garden und Limitations, seit 2014, Pigmentdruck auf Photorag © Anja Teske