Der historische Keller dient als eine der Kommunalen Galerien in Spandau.

 

Kommende Ausstellung

 

Eliana Heredia. Unter meinem Sofa befindet sich eine Säule”
Einzelausstellung
6.8. – 12.9.2021

Vernissage 5.8.21, 19 Uhr

Begrüßung: Gerhard Hanke, Bezirksstadtrat, Gabriele Büchner, Kuratorin
Einführung: Dr. Ralf Hartmann, Kulturamt Spandau
Performance: Maria Colusi, Tänzerin und Choreografin

 

So humorvoll und poetisch wie der Ausstellungstitel zeigen sich auch die raumgreifenden Installationen von Eliana Heredia (*1978, São Paulo). Die Künstlerin setzt sich mit Dingen und Räumen auseinander, die im Alltag aussortiert und marginalisiert werden oder einfach unbemerkt bleiben. Für ihre expansive Installation im Historischen Keller lässt die Künstlerin wie durch ein Vergrößerungsglas die mystischen Landschaften sichtbar werden, die sich gemeinhin unserer Wahrnehmung entziehen.

Die unterschiedlichen Gegenstände, die sich in diesen neglected spaces zu neuartigen Objekten gruppieren, bilden einen eigenen Mikrokosmos und entledigen sich dadurch ihrer ursprünglichen semantischen Bedeutungen. Solche neuartigen Formationen übersetzt die Künstlerin in ihre facettenreiche Form- und Farbsprache und macht sie im architektonischen Raum sichtbar. Die zahlreichen Türbögen des Historischen Kellers greift Eliana Heredia durch die Form des Ovals auf und schafft damit nicht nur einen Bezug zum historischen Ausstellungsraum, sondern lässt diesen zum neuen Ort an der Schnittstelle von Phantastischem und Realen, von Geschichte und Gegenwart, privat Verborgenem und öffentlich Zugänglichem, Vertrautem und Unbekannten werden.

Durch das Raumklima werden Veränderungsprozesse im Material freigesetzt. Auf diese Weise verweist die Künstlerin auf die (bio)chemische Beschaffenheit alltäglicher Dinge und setzt sie nicht nur zur umgebenden Architektur, sondern auch zum Körper in Bezug. Überdies ist es der Künstlerin wichtig, „nicht nur psychologische Landschaften zu durchwandern oder zu erzählen, sondern vor allem ästhetische Ausdrucksformen zu schaffen.“

 

/ Weitere Infos zu Eliana Heredia hier

Mit freundlicher Unterstützung der bezirklichen Förderfonds der Senatsverwaltung Kultur und Europa
Abb.: Eliana Herida: Unter meinem Sofa befindet sich eine Säule, Installation, 2020 © Eliana Heredia
Abb.: Eliana Heredia: Unter meinem Sofa befindet sich eine Säule, Installation, 2021 © Eliana Heredia

Vergangende Ausstellung

 

“Brüchige Fassaden”
Manfred Gipper, Agnes Lörincz, Lorant Szathmary
16.6. – 25.7.2021

Die Welt befindet sich im rasanten Umbruch. Ein Indikator für den Wandel ist die gebaute Umwelt. Die Künstler*innen der Ausstellung widmen sich den sichtbaren Spuren dieses Umbruchs in Architekturen.

Manfred Gipper thematisiert in seinen Arbeiten die mitunter sichtbare Orientierung neuster Bauten an Bunkerarchitektur. Seine Arbeiten reflektieren gesellschaftliche Spannungen und das gestiegene Bedürfnis nach Rückzug und persönlichem Schutzraum.
Lorant Szathmary hat verlassene Schrebergärten in Berlin fotografiert. Die einstigen Orte der Erholung, der Gemütlichkeit und des Beisammenseins weichen heute immer häufiger den Regeln von Stadtplanung und Ökonomie. Zwischenzeitlich bleiben Ruinen zurück.
Agnes Lörincz widmet sich in ihrer Malerei Häuserfassaden. Manche farbenfrohen und lebendig, werden andere mit leeren Fensterhöhlen zu Zeichen der Abwesenheit ihrer Bewohner*innen, die auf der Suche nach einem besseren Leben ihre Heimat verlassen.

 

/ Weitere Infos zu Manfred Gipper hier
/ Weitere Infos zu Lorant Szathmary hier
/ Weitere Infos zu Agnes Lörincz hier

Mit freundlicher Unterstützung der bezirklichen Förderfonds der Senatsverwaltung Kultur und Europa
Abb.: Manfred Gipper: Brüchige Fassade, digitale Fotocollage, 2021 © VG-Bildkunst Bonn
Abb.: Ausstellungsansicht “Brüchige Fassaden” – hier mit Arbeiten von Manfred Gipper © Galerie Historischer Keller
Abb.: Ausstellungsansicht “Brüchige Fassaden” – hier mit Arbeiten von Lorant Szathmary © Galerie Historischer Keller

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