Alanna Lynch
Anwesenheit
Teil III der Trilogie des Un-Heimlichen
26.5. – 10.7.2022
Galerie Historischer Keller

 

In ihrer Einzelausstellung Anwesenheit legt die Künstlerin Alanna Lynch (*1978 in Vancouver) unsichtbare Facetten der Galerie Historischer Keller offen. Die verwinkelten Ecken des feuchten Kellerraums beherbergen mehr Lebewesen als auf den ersten Blick zu vermuten ist. Die Künstlerin macht die oft übersehenen, teils nicht wahrnehmbaren lebenden Organismen des unterirdischen Raums zum Ausgangspunkt der Ausstellung und lässt das Publikum in das tiefste Innenleben des Kellers eintauchen.

In ihrer Ausstellung spielt Alanna Lynch mit dem Fremden im Inneren und inszeniert aus Helligkeit und Dunkelheit sowie der Raumfeuchtigkeit des Kellers ein Spiel, das die Grenzen zwischen uns selbst und unserer Umwelt verschwimmen lässt. Der vom Tageslicht beleuchtete Hauptraum der Galerie beherbergt lebende Skulpturen, auf denen Lynch den im Keller beheimateten sowie externen Mirkoorganismen Raum bietet, in Koexistenz zu wachsen.

Der hintere Teil der Galerieräume liegt in der Dunkelheit und ist mit Spuren in Form von Gerüchen und Soundcollagen besetzt. Weiter im Verborgenen lässt ein laborartiges Setting die hier vor sich gehenden Aktivitäten erahnen. Lynch eröffnet einen sinnlichen Erfahrungsraum an der Grenze von Gewohnheit und Abscheu, der durch performatives Einwirken menschlicher und nicht-menschlicher Agent:innen aktiviert wird.

In der Trilogie des Un-Heimlichen offenbaren Berliner Künstlerinnen unterliegende Strukturen des Historischen Kellers. In 2021 zeigte Ekaterina Burlyga die Ausstellung Auflösung, 2022 folgte Rosanna Graf mit Heimsuchung. Alanna Lynch komplettiert die Trilogie.

 

Kuratorinnen: Kira Dell, Laura Seidel

© Alanna Lynch, 2022

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