SREB ist ein französischer Popkünstler. Ursprünglich aus Annecy stammend, lebt und arbeitet er derzeit in Paris. Seine Arbeit schlägt die Brücke aus Einflüssen von New Order bis Trippie Redd und bewegt sich, so SREB “in einem Universum aus Licht und Schatten”. Dabei experimentiert er mit Elementen, die die Rave-Kultur der 90er Jahre mit zeitgenössichen Zitaten aus dem Mainstream-Pop und Autotune-Trap verbinden.

Zusammen mit seinem langjährigen Mitstreiter Julien Paccard, für den er sowohl als Skater als auch als Komponist tätig war, wird SREB eine von Paccards Scores live aufführen – in einer rohen, improvisierten Form, unter Verwendung eines hybriden elektronischen Setups.

Jina0Kings künstlerische Praxis besteht in der Beobachtung und Übersetzung von Bildern in Klänge. In Julien Paccards „Graphic Scores“ spürt sie dem Zufall und dem Schicksal nach und wird daher eine sich entwickelnde Musik schaffen, die auf dem Lesen der Textur einer ausgewählten Partitur basiert.

Grgur Savić (geb. 1983) ist ein kroatisch-deutscher Experimental-Komponist und interdisziplinärer Künstler mit Lebensmittelpunkt in Berlin. An der Schnittstelle von Klang, bildender Kunst und Technologie erforscht seine Praxis Formen von Interaktivität mittels grafischer Notation, Improvisation, erweiterten Saxofontechniken sowie elektroakustischen Klangumgebungen.

Durch die Kombination aus präparierten Instrumenten, frequenzbasierten akustischen Untersuchungen, MAX/MSP-gestützten Prozessen und materialbasierten Klang-Text-Arbeiten untersucht er, wie Klang, Sprache und physische Materie kodiert, rekodiert und neu wahrgenommen werden können. Neben seinen performativen Arbeiten transformiert sein fortlaufendes „Graphic Score Book Project“ Fundstücke und ausrangierte Texte in hybride kompositorische Formen, die Fragen nach Autorschaft, Kommunikation und den sozialen Dimensionen künstlerischer Praxis reflektieren. Seit 2015 ist Savić fest in der Berliner Szene für experimentelle Musik und Echtzeitmusik verankert.

Als Komponist, der aus visuellen wie klanglichen Praktiken schöpft, versteht Savić Bild und Klang als gleichwertige, voneinander abhängige Sprachen. Neben Kompositionen für experimentelle Ensembles und eigene Projekte entwickelt er Zeichnungen, die visuelle Strukturen in performative Klangprozesse übersetzen. Seine Zusammenarbeit mit Julien Paccard ist zudem durch eine gemeinsame Affinität zum Skateboarden geprägt – einer Praxis, die Savić seit fast einem Jahrzehnt verfolgt. Für die Performance in der Zitadelle Spandau interpretiert er Paccards visuell geprägte Skate-Kompositionen auf einem erweiterten und präparierten Sopransaxofon.